Heute musste ich mich richtig aufraffen, um an der Sitzung teilzunehmen. Nicht, dass die Motivation nachgelassen hätte…vor allem lag es am Wetter, Wetter, Wetter! Regen, Kälte und meine gemütlich warme Wohnung stellten sich mir in den Weg.
Zum Glück hatte Herr Kumru mich vormittags noch einmal angerufen, um zu fragen, ob ich seine Einladungsmail erhalten hätte und ob ich denn komme. Da ich leichtsinnig zugesagt hatte, konnte ich mich meinen Gelüsten nach Wärme und Bequemlichkeit nicht hingeben.
Die zweite Sitzung wurde aus Platzgründen im Duisburger Rathaus abgehalten. Dieses mal waren vier ReferentInnen anwesend, die von ihrer praktischen Arbeit berichteten und auch von den Gesetzesvorlagen erzählten, auf denen ihre Arbeit basiert.
Bevor es losging, mussten sich alle Anwesenden noch einmal vorstellen. Ich hoffe, dass dieser Teil beim nächsten Mal wegfällt, da die Runde immer größer wird und ich auch keine Lust mehr habe mich immer wieder zu erklären. Dieses Mal hat es sich aber noch gelohnt, da doch einige neu waren.
Unser Kreis hat sich also vergrößert, was nur sinnvoll ist, da es einen immensen Bedarf an Lotsen zu geben scheint. Über 1000 Menschen pro Jahr reisen in Duisburg ein und wollen hier einen neuen Anfang wagen. Häufig sind es auch Personen, die Eheleute hier haben.
Bei den ehrenamtlichen Lotsen gibt es noch weitere deutsch stämmige, nicht nur neu dazugekommene von heute Abend, sondern auch noch welche, die ich beim letzten Mal vergessen hatte!! Mein Gedächtnis scheint nicht mehr das verlässlichste zu sein.
Über die anderen Lotsen werde ich sicher im Verlauf des Blogs noch Gelegenheit haben zu schreiben. Vieleicht wird sich sogar die Gelegenheit ergeben, einmal mit jemandem hier zu berichten.
Für mich ist heute deutlicher geworden, was ich machen möchte! Ich würde gern Gesprächskreise begleiten, bei denen deutsch sprechen geübt werden soll. Also Treffen, bei denen über verschiedenste Themen in deutscher Sprache geredet wird. So erhalten die Personen, die Integrationskurse machen, mehr Praxis als nur beim Sprachkurs.
Dann würde ich gerne Ausflüge organisieren, die den neuen Duisburgern die Stadt näher bringen. Duisburg ist nicht die schönste aller Städte, kann aber zu einer freundlichen Heimat werden, wenn man weiß, wo sich was unternehmen und erleben lässt.
Vielleicht ergibt es sich ja, dass ich mal mit ein paar Leuten kochen kann. Das würde sich besonders eignen für meine kulinarischen Ansprüche, die ich an das Projekt stelle
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Kurz noch mal ne Zahl: In Duisburg werden z.Z. 150! Integrationskurse der unterschiedlichsten Art angeboten. Das ist ne ziemlich hohe Anzahl. Es gibt keine vergleichbar große Stadt, die so viele Kurse anbietet. Trotzdem ist der Bedarf noch nicht gedeckt. Die Duisburger Ausländerbehörde betreut 70.000 Einwohner und Personen, die es werden wollen!
Für mich hat es sich schon jetzt gelohnt dabei zu sein, denn so erfährt man ne Menge darüber, was in der Stadt so los ist.
