Heute war ich schon wieder im Rathaus! Dieses mal ging es um ein ganz anderes Thema (so dachte ich), nämlich um Gesundheit. Die diesjährige Gesundheitskonferenz beschäftigte sich hauptsächlich mit Themen zu Gesundheit von Duisburger Kindern und Jugendlichen. So wurde bei der Berichterstattung deutlich, dass Duisburg in einigen Punkten gut da steht, aber in anderen im NRW-Vergleich recht schlecht abschneidet. Z.b. sind Duisburger Kinder bei der Einschulung häufiger übergewichtig, als im NRW- Vergleich. Insbesondere auf Kinder mit Mirgationshintergrund trifft dies zu, so der Gesundheitsdezernet Dr. Greulich. Hier, so meine ich, ist es besonders schwierig Präventiv zu handeln, da nicht nur Sprachbarrieren vorliegen, sondern esskulturelle Hintergründe eine große Rolle spielen. Allerdings muss ich dazu anmerken, dass diese Unterschiede nicht nur darin begründet sind, dass die Kinder einen Mirgrationshintergrund haben und sich deshalb schon anders ernähren, sondern sicherlich auch der Sozialstatus Einfluss hat, der bei den Auswertungen (wahrscheinlich wegen mangelnder Daten) ausgespart wurden. Ob der Effekt Sozialerstatus größer ist als Migrationshintergrund, kann ich nicht sagen, aber zu vermuten wäre es.
Dann ging es noch um das Brustkrebs-Screening Programm, welches im März starten soll. Hier werden alle Bürgerinnen der Stadtim Alter von 50-69 eingeladen werde, sich untersuchen zu lassen. Die Einladung erfolgt über das Einwohnermeldeamt und zwar auf deutsch! Tja, wer deutsch nicht kann, hat Pech gehabt! Eine kritisch Frage im Hinblick darauf wurde abgewiegelt. Finde ich eherlich gesagt ziemlich schei***, dass die sonst immer so tun und bei ihrem Bericht immer wieder auf die speziellen Probleme der Gruppe der Migranten aufmerksam gemacht haben, dann selbst wieder vergessen, diese gesondert anzusprechen bei diesem bundesweiten Projekt. Wie das ausgehen wird kann sich jeder denken. Es gehen doch wieder nur die höhergebildeten und sozial besser gestellten zur Untersuchung, weil das Anschreiben abschrecken wird oder nicht verständlich für manche.
Also, ich sehe es gibt auch im Bereich der Gesundheitspolitik noch einiges zu tun für mich als Integrationslotsin!
