Das war sie nun, die „Abschlussveranstaltung zur 1. Intergrationskonferenz Duisburg“. Am Freitag, den 1.12.2006, kamen alle Mitarbeiter der Stadt, die irgendwie mit Migration zu tun haben, andere wichtige Leute (OB Sauerland) und einige interessierte BürgerInnen in das Tectrum in Neudorf. Das Ambiente war schick, das Essen ausgiebig, viele Leute gelangweilt.
Also ganz so, wie man sich solch eine Veranstaltung auch vorstellen würde, ne?
„Enttäuschend“, so würde ich die Konferenz bewerten. Zwar habe ich mich gefreut viele getroffen zu haben, die ich über das Intergrationslotsen-Programm kennengelernt habe, doch schien mir das Erscheinen anderer als ein „Gesehenwerden wollen“ Wettbewerb.
Zum Inhaltlichen: 10 Arbeitsgruppen stellten die Ergebnisse ihrer mehrmaligen Treffen im nun schon fast vergangenem Jahr vor. Manche hielten sich kurz, knapp und prägnant, andere holten weit
aus ohne viel vermittelt zu haben. Klar wurde, das ebend alle gesellschaftlichen Bereiche von Integration berührt werden und ein ganzheitlicher Ansatz her muss (wie auch in Genderfragen). Von Bildung, über Sport, Kultur und Wirtschaft bis Gesundheit und Frauenförderung, die Arbeitsgruppen erarbeiteten soviel Handlungsleitlinien, dass diese tatsächlich ein ganzes Buch füllen. Auf die politisch Umsetzung darf man gespannt sein, erst recht auf die im täglichem Leben.
Gut haben mir die Stände gefallen, an denen die einzelnen Arbeitsgruppen die Ergebnisse zusammengefasst präsentiert haben.
Da hatte man auch mal die Gelegenheit in´s Gespräch zu kommen.
Wie ich gehört hab, waren bei dem ersten Treffen viel mehr Leute da, aber relativ voll war es auch dieses Mal.
Ob es eine 2. Konferenz geben wird, steht in den Sternen. Bei der Diskussionsrunde am Ende stellte sich heraus,
dass eh kein Geld für nix da ist. Da hat es ja Sinn gemacht, dass sich so viele Menschen ein ganzes Jahr lang Gedanken gemacht haben.
Heute erfahre ich vielleicht, welchen Eindruck die anderen Lotsen von der Sache haben…
