…Duisburger und Duisburgerinnen möchten Lotse werden. Leider heißt das auch, dass es immer wieder eine Vorstellungsrunde gibt, die lediglich dadurch nicht die volle Zeit in Anspruch nimmt, da der ein oder die andere der alten Hasen fehlt. Ich habe vorgeschlagen, dass wir ne Pinnwand mit alle Profilen anlegen sollten, damit wird uns das sparen können. Ich befürchte allerdings, das Sinan trotzdem drauf besteht, dass wir kurz alle etwas sagen.
Ich kann es kaum noch abwarten! So langsam werde ich ungedulig, auch wenn ich weiß, dass die Infos mit denen wir bestückt werden, wichtig sein können.
Letztes Mal war jemand von der Sektion „Sport“ da und ich habe wieder mal was über Duisburg gelernt. Über 470 Sportvereine gibt es in Duisburg! Zwar gibt es ein Verzeichnis, der meisten Vereine, in dem aufgelistet ist, was sie so anbieten, aber ebend nicht, ob sich ein Zuwanderer oder Eingebürgerter/Eingebürgerte dort wohlfühlen kann. Ich denke aber, dass es durchaus potential hat. Zwar treibe ich selbst nicht soo wahnsinnig gern Sport, aber ich könnte mir vorstellen, das über Vereine doch einige Kontakte geknüpft werden können. Sprache wird bei grundlegenden Kenntnissen der Spielregeln kaum benötigt, nicht wahr? Auch sonst erklären sich viele Regeln schnell und unkompliziert. Unter Sport, verstehen die vom Landessportbund allerdings auch „Schach!“. Da ist „Mutter-Kindturnen“ doch wohl eher Sport, oder? Viele Fragen wurden hirzu nicht gestellt. Es gibt einige Sportarte, die in Duisburg betrieben werden, von denen ich noch nie etwas gehört habe.
Ob sich ein Einwanderer jedoch die Vereinsbeiträge leisten kann, ist sehr von der Sportart abhängig und von der Gegend in der der Verein angesiedelt ist.
Beim nächsten Thema ging es etwas lebhafter zu. Zwei Damen waren da und haben über ihre Arbeit mit Frauen, denen Gewalt engetan wurde, erzählten. Ein von ihnen erzählte von ihrem Alltag als Mitarbeiterin in einem Frauenhaus, dessen Funktion und Prinzipien („die Frau entscheidet“) dargelegt wurden. Auch rechtliches wurde in Auszügen erklärt („Der Täter geht, nicht das Opfer“). Bis auf eine Frau, haben nur Männer fragen gestellt. Warum Männer perse keinen Zutritt haben und weitere Fragen dieser Sorte.
Integrationslotsen könnten ebenfalls Frauen unterstützen, die ganz auf sich allein gestellt sind, weil ihre Familien im Heimatland leben. Die männlichen angehenden Lotsen hätten gern geholfen, allerdings sind viele Frauen traumatisiert und so ist es besser zunächst nur weibliche Lotsinnen dort tätig werden zu lassen. Für mich schließe dies zunächst aus, denn ich traue es mir schlichtweg nicht zu.
Über die Integrationskonferenz ist kein Wort gefallen. Kann nicht sonderlich beeindruckend gewesen sein, hm?
Macht übrigens Spass Kollegen und Kolleginnen davon zu berichten. Die meisten sind sehr interessiert und sind nun auch gespannt, wie es weiter gehen wird!
Montag ist wieder eine Sitzung…Kommt jemand von euch?
Grüße
Anja
