Nächsten Montag wird dann das zunächst letzte Treffen der Lotsen sein. Auch wenn ich sehr gern bald loslegen möchte, so werde ich die Treffen sehr vermissen. Wie mir Sinan aber versicherte, werden die Lotsen ab und zu in großer Runde zusammen kommen.
So wie letzten Samstag bei der Fortbildung in Ruhrort bei der RAA. Wie ich beim letzten Eintrag schon erwähnte, war Dr. Haidari der Dozent der Veranstaltung „Interkulturelles Konfliktmanagement“.
Eine Freundin, die sich entschlossen hat ebenfalls Lotsin zu werden, habe ich gefragt, ob sie nicht Lust hat den heutigen Beitrag mitzuschreiben. Und siehe da, Kerstin ist begeistert!
K: „Das ist doch schon mal eine gute Idee, irgendwas praktisches zu machen, auch wenn es nur Tippen für andere ist
)“
A: „Wobei ja schon etwas Praxis beim Konfliktmanagement dabei war.“
K: „Ja genau, da sind wir schon beim Thema für heute! Ich darf also berichten, wir haben knapp 6 Stunden lang trainiert, was alles den Umgang und Kommunikation mit Personen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen beeinflusst.“
A: „6 Stunden waren natrülich viel zu wenig Zeit, um wirklich in die Tiefe gehen zu können…“
K: „…zumal wir schon eine Stunde für die Vorstellungsrunde gebraucht haben.“
A: „Glück hatte ich beim Partnerinterview, denn meine Partnerin kannte ich noch nicht. Sie war zum ersten Mal bei einem Treffen. Sehr sympathisch ist sie, die Antje.“
K: „Mein Herr Otto ist 81 Jahre alt und hatte mir vor dem Interview fast nur Dinge aus seinem Leben erzählt, die ich bloß nicht erwähenen sollte, da er sie dann doch nicht für relevant hielt. Also blieb für die Vorstellung nicht viel zu sagen.“
A: „Die Vorstellungsrunde war allerdings recht hilfreich, um mit den anderen auch mal in den Pausen in’s Gespräch zu kommen. Hast du es auch so empfunden, dass die Pausen mit das Beste waren?“
K: „Ja, da kann ich dir nur Recht geben… und nicht nur, weil das türkische Essen so lecker war! Chapeau, wer auch immer gekocht hat! In den Pausen gab es nur sehr vereinzelt Eckensteher. Ich bin mit vielen ins Gespräch gekommen und habe alle als sehr nett und interessant in Erinnerung behalten.“
A: „Für mich als Sozialwissenschaftlerin war nicht viel neues Inhaltliches dabei. Einiges ist aber in den Hintergrund meines Gedächtnises geraten und nun wieder präsent. So bin ich für manches noch einmal sensibilisiert worden.“
K: Sehe ich ähnlich. Ich bin ja auch Sozialwissenschaftlerin und hatte manches Mal den Gedanken „Muss er jetzt schon wieder einen Punkt mit sooo vielen Beispielen belegen..“ Zumal in der Gruppe überdurchschnittlich viele Akademiker zu finden sind. Einigen war gelegentlich etwas Langeweile ins Gesicht geschrieben (kann natürlich auch sein, dass ich sie da habe lesen wollen, weil ich mich selber gelangweilt habe). Also wirklich neues habe ich auch nicht erfahren, aber wie du schon sagst, bekannte Sachverhalte noch einmal gebündelt den Gehirnzellen zuführen schadet sicher nicht! Die kleinen Spiele zu verschiedenen Themen haben übrigens ein gehöriges Schauspieltalent unseres Kursleiters offenbart. Auch wenn der Inhalt für mich nicht viel neues vermittelte, war es auf jeden Fall amüsant.“
A: „Was davon in der Realität anwendbar ist, wird sich ja dann in der Praxis zeigen, die nun endlich nicht mehr weit weg ist). Ich muss unbedingt noch mal mit Sinan sprechen und abklären, wie ich mich jetzt konkret einbringen kann. Hast du schon eine Vorstellung Kerstin?“
K: „Na, fürs erste habe ich ja schon eine praktische Aufgabe. Für eine andere Lotsin, die ich beim Konflikttraining getroffen habe, habe ich vor einiger Zeit Dokumente korrekturgelesen, da sie im Umgang mit der deutschen Sprache unsicher ist und diese Aufgabe werde ich jetzt wieder aufnehmen. Immerhin, ich bin schon mal im Thema
!
Aber ich bin natürlich auch sehr gespannt darauf, welche Impulse ich durch unser vorerst letztes Zusammentreffen noch durch die Gruppe und Sinan erhalte!“
A: „Stimmt! Da bin ich auch gespannt. Auch wenn das Thema der Sitzung selbst nicht wirklich Spannung verspricht…es geht um die Bürgerämter etc.
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Danke Kerstin für dein Gastspiel, vielleicht hast du ja Lust bei Gelegenheit noch einmal von dir und deiner Intergrationslotsentätigkeit zu berichten!“
